Eine beliebte Ernährungsmethode ist das Barfen (biologisch artgerechte Rohfütterung), das auch bei älteren Katzen möglich ist, wenn es sorgfältig geplant wird. Dabei sollte das Futter besonders gut ausgewogen sein, um alle Nährstoffe bedarfsgerecht abzudecken. Für Seniorenkatzen ist es wichtig, dass das Fleisch leicht verdaulich und gut kaubar ist, zum Beispiel durch das Pürieren oder das Anbieten von kleineren Fleischstücken. Zusätze wie Taurin, Kalzium, Omega-3-Fettsäuren und spezielle Vitamine sollten bedarfsgerecht in das Futter integriert werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Auch bei kommerziellem Nassfutter können spezielle Seniorensorten gewählt werden, die eine angepasste Kalorienzufuhr und extra Nierenschutz bieten. Besonders hilfreich ist es, wenn das Futter leicht erwärmt wird, da der Geruchssinn der Katze so stärker angesprochen wird. Für wählerische Katzen eignen sich appetitanregende Zusätze wie Rinderfettpulver, Fischöl oder Bierhefe, um den Geschmack zu intensivieren.
Bei Trockenfutter sollte man vorsichtig sein: Hier besteht die Gefahr, dass ältere Katzen nicht ausreichend Flüssigkeit aufnehmen, was die Nieren belasten kann. Wenn Trockenfutter gefüttert wird, sollte immer genügend frisches Wasser zur Verfügung stehen, und ergänzend kann Nassfutter oder selbst zubereitete Mahlzeiten angeboten werden, um den Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen.
Nahrungsergänzungen wie Omega-3-Fettsäuren können älteren Katzen helfen, ihre Gelenke zu unterstützen, Entzündungen zu lindern und die kognitive Leistung zu fördern. Auch spezielle Präparate für Nieren, Herz oder das Immunsystem können nach tierärztlicher Absprache sinnvoll sein, um die Lebensqualität der Katze im Alter zu erhöhen.
Bei manchen Katzen entwickeln sich im Alter Unverträglichkeiten, die die Fütterung anpassen lassen. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass bestimmte Fleischsorten wie Huhn nicht mehr gut vertragen werden und die Katze sich nach dem Fressen übergeben muss. In solchen Fällen ist es wichtig, individuell auf die Bedürfnisse und Vorlieben der Katze einzugehen und andere Proteinquellen zu wählen, die besser vertragen werden. Auch warmes Nassfutter kann besonders attraktiv sein, weil es intensiver riecht und den Appetit älterer Katzen unterstützt. Das Erwärmen des Futters hilft, den schwächer werdenden Geruchssinn gezielt anzusprechen und das Futter schmackhafter zu machen.
Nelson verträgt kleinere, über den Tag verteilte Mahlzeiten deutlich besser als große Portionen. Diese Aufteilung hilft seinem Verdauungssystem und sorgt dafür, dass er über den Tag hinweg genügend Energie hat. Auch Futter mit Omega-3-Fettsäuren kann älteren Katzen helfen, ihre Gelenke zu unterstützen und Entzündungen vorzubeugen.