Beschäftigung & Alltag

Sport für Katzen

Wie du deine Vierbeiner am besten animieren kannst!

Viele unserer Hauskatzen bekommen durch ihre Tagesbeschäftigung, bestehend aus Leckerlis und häufigem Schlafen, schnell mal etwas Hüftgold. Meist wird dann nur versucht, etwas Speck mit Diät-Futter wegzubekommen. Aber gibt es hier nicht auch eine Möglichkeit, damit es erst gar nicht so weit kommt? Natürlich! Genau wie bei uns Menschen heißt das Zauberwort Sport.

Bei den meisten Freigängern ist das kein Problem: Sie haben durch das tägliche Durchstreifen ihres Reviers und der Jagd eine ausgewogene und natürliche Bewegung. Diese Bewegungsmöglichkeiten fehlen unseren Wohnungskatzen meist komplett.

Warum überhaupt?

Mehr Bewegung für unsere Wohnungskatzen

Körperliche Bewegung ist für alle Lebewesen wichtig für das Wohlbefinden. Bei Bewegungsmangel kann es schnell zu Langeweile kommen. Katzen kontrollieren dies entweder durch Schlafen oder durch Essen – beide Möglichkeiten sind allerdings für Übergewicht-Probleme und Unwohlsein verantwortlich.

Auf lange Sicht kann es so auch zu Gesundheitsproblemen kommen. Es gibt auch Katzen, die bei mangelnder Bewegung Verhaltensprobleme an den Tag legen. Daher ist es wichtig, dass unsere Katzen einen aktiven Lebensstil und eine gesunde Dosis Bewegung haben, um diesen Problemen vorbeugen zu können.

Der Einstieg

Fitness für Katzen

Natürlich können unsere Katzen nicht wie wir ins Fitnessstudio gehen und Kniebeugen oder Liegestütze machen. (Obwohl das bestimmt sehr lustig wäre :D)

Also was können wir am besten machen, wenn die Katze mehr Bewegung braucht? Und wie können wir sie dazu animieren, sich mehr zu bewegen?

Wir haben euch einige Übungen zusammengestellt, mit denen ihr euren Katzen bestimmt das passende Fitnessprogramm erstellen könnt. Damit euer Vorhaben auch gelingt, probiert vorher aus, welcher Katzensport eurer Katze am meisten Spaß macht und sorgt für genügend Abwechslung.

Punkt 1

Ein regelmäßiges Fitnessprogramm

Das Tagesprogramm „Schlafen, fressen, schlafen“ ist ab sofort gestrichen. „Ran an den Speck!“ ist das neue Motto.

15–30
Minuten täglich

So lange sollten eure Katzen aktiv sein. Ihr nehmt euch die Zeit, zusammen mit ihnen zu spielen.

2
Aspekte auf einmal

Eure Katze bekommt regelmäßig körperliche Bewegung – und die Bindung zu ihr wird enger.

viel
gemeinsamer Spaß

Der Nebeneffekt, den man leicht vergisst: Ihr habt zusammen eine Menge davon.

Typ 1

Bewegungsmuffel

Katzenspielzeug ist super – hierbei dürft ihr aber nicht die Interaktion mit eurer Katze vergessen. Wenn ihr das Spielzeug einfach nur in die Wohnung legt, ist das sehr langweilig und eure Katze verliert schnell das Interesse. Geht lieber hin und animiert eure Katze, mit dem Spielzeug zu spielen. In der Natur liegen die Mäuse ja auch nicht in der Ecke und warten, bis die Katze mal Lust hat, sie zu fangen.

Beim Spielen ist eurer Katze aber auch wichtig, dass sie Erfolgserlebnisse hat: Lasst also die Maus auch mal von der Katze fangen.

Was könnt ihr machen, wenn ihr eine faule Katze habt, die keine Lust hat, sich zu bewegen? Unser Tipp: Versucht es doch mal mit Gegenständen, die ihr in der Natur finden könnt, wie z.B. Kastanien, Eicheln oder Blätter. Durch die vielen unterschiedlichen und unbekannten Gerüche findet eure Katze bestimmt auch Gefallen daran.

Katze auf einem Ast hinter einem Katzenschutznetz
Typ 2

Schleckermäuler

Bei einer Diät ist es wichtig, die Futtermenge anzupassen – vor allem dann, wenn ihr ein Schleckermaul habt. Wenn ihr die richtige Menge an Futter für eure Katze habt, könnt ihr das Futter mithilfe von Futterspielen anbieten. So ist eure Katze beschäftigt und bewegt sich dabei auch noch. So purzeln die Pfunde auch gut.

Als Futterspielzeug eignen sich z.B. Futterbälle oder auch herkömmliche Papiertüten (bitte schneidet hier aber vorher die Tragegriffe durch, damit die Katze nicht stecken bleibt). Damit eure Katzen sich noch mehr bewegen müssen, könnt ihr das Futter in eurer Wohnung verstecken. Diese Verstecke könnt ihr regelmäßig wechseln.

Typ 3

Jäger

Hat eure Katze einen hohen Jagdtrieb, könnt ihr diesen nutzen. Hier könnt ihr gerne mit einer Angel oder einem Lichtspiel arbeiten. Besonders viel Spaß macht es, wenn eure Katze dabei Möbel oder Hindernisse überwinden muss. Gleichzeitig gibt es einen positiven Effekt beim Abnehmen.

Zwei Bengalkatzen spielen auf dem Boden mit Katzenspielzeug

Beim Lichtspiel: immer mit echtem Abschluss

Ein Hinweis zum Laserpointer, der oft untergeht: Der rote Punkt lässt sich nie fangen. Manche Katzen werden dadurch frustriert, weil der Jagdablauf ohne Beute endet.

Deshalb der Trick: Lenkt den Punkt zum Schluss auf ein echtes Spielzeug oder ein Leckerli, das die Katze fangen darf. Dann stimmt der Ablauf wieder – und niemals ins Auge leuchten.

Typ 4

Kletterer

Habt ihr zuhause einen jungen Hüpfer, der es liebt zu klettern? Dann könnt ihr eurer Katze einen Kletterpark bauen, wo sie klettern und springen muss, um von einer Stelle zur nächsten zu gelangen. In den Kletterpark könnt ihr natürlich auch gerne einige schöne Schlafstellen einbauen – so hat eure Katze auch ein Ziel beim Klettern.

Wenn ihr zuhause Treppen habt, könnt ihr eure Katze mithilfe von Leckereien die Treppe hoch und runter rennen lassen. In das tägliche Spielen mit euren Katzen könnt ihr auch gerne den Kratzbaum miteinbeziehen.

Kiwi, die Chefin – Maskottchen von Kleinstadttiger
Kiwis Tipp

Hier noch ein paar Tipps von Kiwi

Stellt doch das Futter immer mal an einen neuen Platz. Dieser kann mal auf dem Boden sein oder mal auf einer Erhöhung. Oder ihr erstellt einen Hindernisparcours, den eure Katze für das Futter erst überwinden muss.

Was jedes Katzenherz höher schlagen lässt, ist ein Karton. Wir lieben Kartons, besonders wenn noch ein paar Löcher im Karton sind.

Wichtig ist aber auch, dass ihr uns Katzen nicht überfordert. Plant lieber mehrmals täglich kurze Bewegungseinheiten und genügend Ruhepausen ein. Meist reichen am Anfang schon 15 Minuten am Tag aus. Später kann das Training auch länger dauern.

Nach dem Sport hat sich eure Katze ausgepowert und freut sich über eine ausgiebige Streicheleinheit. So könnt ihr die Leckerlis zur Belohnung sparen und damit auch zusätzliche Kalorien.

Vorher mit der Tierarztpraxis sprechen

Für die Gesundheit eurer Katze ist es wichtig, dass ihr vor dem Training mit dem Tierarzt abklärt, was eure Katze machen kann und welche Übungen sie besser nicht machen sollte.

Das gilt besonders bei Übergewicht: Katzen dürfen nicht schnell abnehmen – zu rascher Gewichtsverlust kann eine gefährliche Leberverfettung auslösen. Der Diätplan gehört deshalb in fachkundige Hände.

Ganz wichtig beim Sport für eure Katze ist viel Geduld und immer am Ball zu bleiben. Zwingt eure Katze zu nichts!

Also worauf wartet ihr noch?

Macht den PC oder das Handy aus und habt zusammen mit eurer Katze Spaß beim Sport! 🙂

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Quellen & Einordnung

Quente, Sabrina: Sport für Katzen: So klappt’s mit dem Idealgewicht, zooplus Magazin.

Spielzeug-Katze: Gegen Bewegungsmangel bei der Katze – Faule Katzen zu mehr Bewegung animieren.

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