Urlaub mit Katze im Sommer
Ferienwohnung, Wohnmobil & Co.
Der Sommerurlaub mit Katze wird immer beliebter. Viele Katzenhalter möchten ihre Samtpfoten nicht allein zu Hause lassen oder in fremde Hände geben. Doch das Reisen mit Katze erfordert ein wenig Planung, Rücksicht und die richtigen Voraussetzungen.
Während unsere Simba und Nelson gern Abenteuer erleben, bevorzugt Kiwi es gemütlich, schattig und ruhig. Wie also könnt ihr den Sommerurlaub so gestalten, dass sich eure Katze wohlfühlt? Und am Ende teilt unsere Kiwi persönlich ihre Erfahrungen mit euch.
Ferienwohnung: Gemütlicher Sommerurlaub für euch und eure Katze
Ein Sommerurlaub in einer Ferienwohnung ist für viele Katzen der entspannteste Einstieg ins Reisen. Die ruhige Umgebung, viel Platz und eine überschaubare Reisesituation machen es euren Samtpfoten leicht, sich einzugewöhnen.
Kiwi liebt diese Form des Urlaubs, denn sie kann sich in ihrem Tempo umsehen und findet meist schnell ein gemütliches Schattenplätzchen am Fenster oder auf dem Balkon.
Ist die Ferienwohnung katzensicher?
Wichtig ist, dass ihr vorab prüft, ob die Ferienwohnung katzensicher ist. Als wir das erste Mal mit Jumah in einer Ferienwohnung waren, mussten wir spontan ein Fliegengitter nachkaufen, weil die Fenster nicht gesichert waren.
- Offene Fenster ohne Schutzgitter – der häufigste Mangel, am besten vorher nachfragen
- Freistehende Balkone ohne Netz oder Geländerschutz
- Giftige Pflanzen im Garten oder in der Wohnung
- Vertraute Gegenstände mitnehmen – das eigene Katzenklo, Lieblingsdecken und das gewohnte Futter helfen eurer Katze, sich schneller einzuleben
Wohnmobil: Freiheit auf vier Rädern
Wohnmobilreisen mit Katzen liegen voll im Trend. Die Katzenbloggerin „Blogkatzen“ hat dazu tolle Erfahrungen gesammelt und zeigt auf ihrem Blog, wie das Reisen mit mehreren Katzen im Wohnmobil funktioniert.
Auch unsere Simba und Nelson würden am liebsten sofort losstarten, während Kiwi sich lieber langsam herantastet. Kiwi hat beim ersten Mal ganz vorsichtig das Wohnmobil beschnuppert und sich dann einen schattigen Platz unter dem Tisch ausgesucht.
Das Wohnmobil katzentauglich machen
Wichtig ist, dass eure Katzen ausreichend Zeit haben, das Wohnmobil vor der ersten Fahrt kennenzulernen.
Vorher kennenlernen
Stellt das Fahrzeug bei euch zu Hause auf und lasst die Tür offen. So kann eure Katze in Ruhe beschnuppern, was sie erwartet.
Transportboxen sichern
Im Wohnmobil selbst solltet ihr unbedingt auf sichere Transportboxen achten, die gut befestigt sind.
Versteck einrichten
Ein kleines Versteck, zum Beispiel eine Höhle aus einer Kuscheldecke unter einer Bank, gibt eurer Katze ein Gefühl von Sicherheit.
Pausen einplanen
Achtet darauf, dass Wasser, Futter und Katzenklo jederzeit zugänglich sind, und plant Pausen so, dass sich eure Katze nicht gestresst fühlt.
Jede Katze reist anders
Simba liebt es, wenn wir im Schatten anhalten und er frische Luft schnuppern kann, während Kiwi das Treiben lieber aus dem Wohnmobil beobachtet.
Zwingt niemanden zu etwas: Wenn eine Katze lieber drinnen bleibt, ist das völlig in Ordnung – Beobachten ist auch Urlaub.
Reisen im Auto: Schritt für Schritt zur entspannten Fahrt
Auch bei Autoreisen gilt: Gewöhnung ist alles. Kiwi war anfangs äußerst skeptisch, wenn es in die Transportbox ging. Daher haben wir sie vor der ersten längeren Fahrt mehrfach in der Wohnung üben lassen.
Wir haben die Box offen stehen lassen, Leckerlis hineingelegt und sie sogar für kurze Kuschelzeiten genutzt. So wurde die Box zu einem sicheren Ort. Simba ist da entspannter, er springt selbstbewusst in die Box und schaut unterwegs neugierig aus dem Gitter.
Worauf es unterwegs ankommt
Box anschnallen
Auf Reisen sichern wir die Box mit dem Sicherheitsgurt und legen ihre Lieblingsdecke hinein.
Nicht direkt vorher füttern
Füttert eure Katze nicht direkt vor der Fahrt, sondern mindestens eine Stunde vorher, damit der Magen sich beruhigen kann.
Pausen mit Wasser
In den Pausen öffnen wir das Auto vorsichtig, ohne dass Kiwi heraus kann, und stellen ihr Wasser hin.
Vorbereitung, Sicherheit und Wohlbefinden unterwegs
Bevor ihr mit euren Katzen verreist, prüft, ob ihr alle wichtigen Unterlagen dabeihabt:
- EU-Heimtierausweis, Impfpass und die Telefonnummer eurer Tierärztin
- Sicherheitsgeschirr mit Handynummer – Kiwi trägt auf Reisen immer eines mit unserer Nummer am Anhänger
- Rückzugsort in der Unterkunft – wir richten ihn sofort ein, am liebsten mit Blick ins Grün und einem weichen Platz
- Mehrere Wassernäpfe – Kiwi trinkt im Sommer besonders viel, deshalb stellen wir gleich mehrere auf
- Schattige Plätze – gerade bei Sommerreisen ist ständiger Zugang wichtig
- Ein leiser Ventilator sorgt für angenehme Luftzirkulation – den Simba übrigens liebt, während Kiwi sich lieber in ein windstilles Eckchen verkriecht
Kiwis Tipp
Ich mag es ja eher ruhig. Wenn ihr mit eurer Katze verreist, dann bitte ganz entspannt. Lasst uns das neue Zuhause erst mal in Ruhe erkunden.
Ich liebe es, mich unter einem schattigen Tisch zu verkriechen und zwischendurch an einem frischen Eiswürfel zu schlecken. Das kühlt so schön! Mein Menschenrudel stellt mir im Urlaub immer viele Wasserschälchen hin – das finde ich super.
Und bitte, nehmt unsere Lieblingssachen mit: das eigene Katzenklo, die Kuscheldecke, vielleicht sogar das Bettchen. Dann fühlen wir uns gleich viel wohler.
Ich finde es übrigens auch toll, wenn ihr uns nicht einfach in die Sonne setzt. Simba mag das, aber ich? Ich bleibe lieber im Schatten und beobachte euch aus sicherer Entfernung.
Kurz zusammengefasst
Reisen mit Katze funktioniert – wenn ihr Zeit für die Gewöhnung einplant und die Unterkunft vorher auf Sicherheit prüft.
Vertraute Dinge von zu Hause, ein eigener Rückzugsort und genug Wasser im Schatten machen den Unterschied. Und: Jede Katze reist anders – das Tempo bestimmt sie.
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