Sicherheit & Feiertage

Gefahrenzone Weihnachtsbaum

So feiern du und dein Kleinstadttiger sicher

Unsere Katzen berichten täglich über das Leben.

Alle Jahre wieder freuen wir uns auf Lichterglanz, den Duft von Tannennadeln und gemütliche Abende. Doch für uns Katzenhalter bedeutet diese Zeit auch: Alarmstufe Rot im Wohnzimmer. Sobald der Baum steht, erwacht in unseren Tigern der Jagd- und Spieltrieb. Vielleicht kennt ihr das auch von euren Lieblingen? Bei uns ist es jedes Jahr das gleiche Spiel. Während Nelson und Jumah das grüne Ungetüm erst einmal skeptisch aus der Ferne betrachten, funkeln Kiwis und Kallis Augen sofort verdächtig. Und Simba? Der plant wahrscheinlich schon die Route zur Spitze.

Damit das Fest der Liebe nicht beim Tierarzt endet und ihr die Feiertage entspannt genießen könnt, müssen wir einige Vorkehrungen treffen. Es ist gar nicht so schwer, den Weihnachtsbaum katzensicher zu machen, ohne dass er seinen Charme verliert. In diesem Artikel gehen wir gemeinsam durch, worauf ihr achten müsst, damit Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen Spaß an Weihnachten haben.

Der richtige Standort und die Standfestigkeit

Der erste Schritt, um euren Weihnachtsbaum katzensicher aufzustellen, beginnt schon bei der Wahl des Standortes. Katzen sind Meister der Statik – zumindest wenn es darum geht, diese zu testen. Ein Baum, der frei im Raum steht, ist für wilde Fünf-Minuten-Attacken ein leichtes Opfer. Deshalb solltet ihr versuchen, den Baum in eine Ecke zu stellen oder zumindest so zu platzieren, dass er nicht von allen Seiten „angreifbar“ ist.

Noch wichtiger ist aber ein massiver, schwerer Christbaumständer. Die le leichten Plastikmodelle haben gegen einen ausgewachsenen Kater, der mit Anlauf ins Geäst springt, keine Chance.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es enorm hilft, den Baum zusätzlich zu sichern. Ihr könntet ihn beispielsweise mit einer unauffälligen Schnur an einem Haken in der Wand oder an der Gardinenstange fixieren. Das verhindert das Umkippen, falls – wie bei uns oft Simba – jemand versucht, den Stamm hochzuklettern. Wenn ihr den Weihnachtsbaum katzensicher verankert habt, ist die größte Gefahr des „Erschlagen-Werdens“ schon einmal gebannt.

Profi-Tipp: Lasst den Baum am besten erst einmal einen Tag lang ungeschmückt stehen. So können sich eure Katzen an das neue „Möbelstück“ gewöhnen, und ihr seht sofort, wer das größte Interesse daran hat, ohne dass gleich teurer Schmuck zu Bruch geht.

Wenn der Baum sicher steht, geht es an das Schmücken. Hier lauern die meisten Gefahren, wenn man den Weihnachtsbaum katzensicher gestalten möchte. Echte Wachskerzen sind für Katzenhaushalte absolut ungeeignet. Ein nervöses Zucken mit dem Schwanz, ein neugieriges Schnuppern am flackernden Licht, und schon kann das Fell oder der ganze Baum Feuer fangen. Wir nutzen mittlerweile ausschließlich LED-Lichterketten oder kabellose LED-Kerzen. Das Licht ist genauso warm und gemütlich, aber ihr müsst keine Angst haben, wenn Kalli mal wieder versucht, ein Licht mit der Pfote zu fangen.

Auch bei den Kugeln solltet ihr umdenken. Zerbrechliche Glaskugeln sind wunderschön, aber wenn sie herunterfallen, entstehen rasiermesserscharfe Scherben. Eine Katze, die in diese Scherben tritt oder sie sogar verschluckt, zieht sich schwere Verletzungen zu. Um den Weihnachtsbaum katzensicher zu dekorieren, greifen wir auf Alternativen aus Holz, Stroh, festem Papier oder unzerbrechlichem Kunststoff zurück. Hängt die wertvollsten oder zerbrechlichsten Stücke – falls ihr gar nicht darauf verzichten wollt – ganz oben auf, weit außerhalb der Reichweite von springenden Katzen. Aber Vorsicht: Für Kletterkünstler wie Simba ist „ganz oben“ oft nur eine kleine Herausforderung.

Die tödliche Gefahr von Lametta und Geschenkbändern

Es gibt einen Gegner in der Weihnachtszeit, der noch gefährlicher ist als Glasscherben: Lametta. Früher hing es an jedem Baum, doch für Katzenhalter muss gelten: Lametta kommt nicht ins Haus. Das glitzernde Zeug animiert Katzen extrem zum Spielen und Fressen. Verschluckt eine Katze Lametta, kann das zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss führen, da sich die Fäden im Verdauungstrakt zusammenziehen und das Gewebe einschnüren. Das gilt übrigens genauso für Kräuselbänder an Geschenken.

Wenn ihr euren Weihnachtsbaum katzensicher präsentieren wollt, verzichtet komplett auf diese Bänder. Kiwi liebt es zum Beispiel, an allem zu kauen, was fadenförmig ist. Deshalb nutzen wir Packpapier oder Stoffbänder, die nicht so leicht zerfasern oder verschluckt werden können. Es ist den Stress an den Feiertagen einfach nicht wert, ständig aufzupassen, ob die Katze gerade Lametta frisst. Ein Weihnachtsbaum katzensicher ohne Lametta sieht immer noch festlich aus und lässt euch alle ruhiger schlafen.

Kabel und Wasser: Die unsichtbaren Risiken

Oft vergessen wir beim Thema Weihnachtsbaum katzensicher machen die Dinge, die man nicht sofort sieht. Lichterketten haben Kabel, und Kabel laden zum Anknabbern ein. Ein Stromschlag kann für eine Katze tödlich sein. Versucht daher, die Kabel eng am Stamm zu führen oder spezielle Kabelschützer zu verwenden. Wenn ihr die Beleuchtung nicht anhabt, zieht den Stecker.

Ein weiterer Punkt ist das Wasser im Christbaumständer. Viele Bäume sind gespritzt oder geben ätherische Öle ins Wasser ab, die für Katzen giftig sein können. Wenn Jumah Durst hat, ist er nicht wählerisch und würde auch aus dem Baumständer trinken. Deckt den Zugang zum Wasser unbedingt ab, zum Beispiel mit einer Decke um den Baumfuß oder Pappe. So bleibt der Weihnachtsbaum katzensicher und ihr verhindert Vergiftungen.

Ablenkung ist die halbe Miete

Die beste Strategie ist manchmal gar nicht das Verbot, sondern das Angebot. Wenn der Weihnachtsbaum katzensichersteht, eure Katzen ihn aber trotzdem belagern, ist ihnen vielleicht einfach langweilig. In der kalten Jahreszeit sind Freigänger öfter drinnen und brauchen Beschäftigung. Wenn wir den Baum aufstellen, bekommen unsere Fünf meistens gleichzeitig ein neues Spielzeug oder – noch besser – die Kartons, in denen der Schmuck verpackt war.

Ein gut platzierter Karton ist für Nelson oft interessanter als der glitzernde Baum daneben. Lenkt die Aufmerksamkeit auf erlaubte Spielzonen. Lobt sie, wenn sie den Kratzbaum benutzen, statt am Stamm der Nordmanntanne zu kratzen. Mit etwas Geduld und den richtigen Alternativen wird der Weihnachtsbaum katzensicher, weil er schlichtweg nicht mehr das spannendste Objekt im Raum ist.

Illustration einer rotbraunen Katze mit rosa Tatze auf grünem Hintergrund

Der Profi spricht

Simbas Experten-Tipp

„Hallo Leute, Simba hier! Also, meine Menschen machen da ja immer ein riesiges Theater drum. Ich sag euch mal was: Dieser Baum gehört MIR. Er ist hoch, er riecht nach Wald und er steht mitten in meinem Revier. Ich hänge jedes Jahr mindestens einmal drin – das ist Tradition! Aber wenn ihr euren Zweibeinern einen Gefallen tun wollt (und keine Lust auf Bauchweh habt): Lasst das Glitzerzeug in Ruhe. Das schmeckt furchtbar. Sucht euch lieber die untersten Zweige aus, um euch darunter zu verstecken. Von da aus kann man nämlich hervorragend die Waden der vorbeilaufenden Menschen fangen. Das macht eh viel mehr Spaß als blöde Kugeln runterwerfen!“

Euer Kletter-König Simba

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