Savannah-Katze – Die etwas andere Katze

Die Savannah-Katze ist ein absoluter Exot unter den Katzen, denn sie ist eine Kreuzung aus einem männlichen Serval und einer weiblichen Hauskatze. Sie ist also eine Hybridkatze, die durch diese Kreuzung über ein einerseits sehr Raubtier ähnlichen Jagdtrieb und Bewegungsdrang verfügt, aber andererseits eine sehr anhängliche und liebevolle Katze ist.

Steckbrief der Savannah-Katze:

EigenschaftenBeschreibung
NameSavannah-Katze
Endgültige GrößeJe nach F-Klasse bis zu 45 cm Größe und 120 cm Länge
Endgültiges GewichtKatze: 8 kg | Kater: 10 kg
LebenserwartungCa. 16 Jahre
FellKurzhaar
AussehenFellfärbung ähnlich einer Wildkatze, schwarz getupft auf goldfarbenem Fell, helle Bauchseite
RassetypKurzhaarrasse
Charakteranhänglich, liebevoll, selbstbewusst, intelligent
FellfarbenBraun-Beige mit dunklen Tupfen und Streifen
HaltungHauskatze mit kontrolliertem Freigang (im Gehege), kein Freigänger, für die Haltung der oberen F-Klassen wird eine Genehmigung benötigt
NahrungFleisch
PaarungszeitGanzjährig möglich
Tragzeit65 Tage
Wurfgröße2-3 Jungtiere, je höher die F-Stufe, desto niedriger
HerkunftUSA

Herkunft und Zucht der Savannah-Katze

Die erste Savannah-Katze wurde 1980 durch die Verpaarung eines Servals und einer Siamkatze gezeugt. Da die beiden Katzen doch einen großen Größenunterschied hatten, war die Verpaarung kompliziert, dadurch dauerte es einige Jahre bis die Savannah in den USA und Kanada die ersten Fans gewann. Anfangs wurden nur Hauskatzen mit dem Serval verpaart. 2007 konnten die ersten Savannah Katzen mit einem Serval verpaart werden.

Da bei Hybriden die ersten 3 bis männlichen Generationen Zeugungsunfähig sind hat es einige Zeit gedauert bis man Savannahs untereinander verpaaren konnte.
Umso niedriger die F-Klasse ist, um so mehr Ähnlichkeit im Aussehen und Verhalten hat die Savannah-Katzen mit dem Serval. (Aber hier spielt auch die Genetik einen großen Rolle) Trotzdem kann man im großen und ganzen sagen, je näher die Katze am Serval ist, desto stärker sind die optischen und verhaltenstechnischen Merkmale des Servals in der Savannah vorhanden.
Übrigens: In Australien und Neuseeland haben Savannah Katzen Einreiseverbot.

Kennzeichen einer Savannah Katze

Das Tier verfügt über ein beige-braunes Fell das mit schwarzen Tupfen und Streifen bedeckt ist. Die Bereiche um Mund, Brust und Bauch können bei einer Savannah ähnlich wie beim Serval heller eingefärbt sein. Der Schwanz ist dünn und dunkel gestreift. Die Savannah hat einen langen Körper und ist sehr muskulös und schlank. Die Beine sind sehr lang, wie der Serval verfügt auch die Savannah über jede Menge Sprungkraft, sie kann mit ihren langen Beinen bis zu zwei Meter aus dem Stand springen. Die Ohren der Savannah sitzen hoch und sind im Vergleich zum Kopf relativ groß, im Idealfall befindet sich auf der Ohrrückseite ein heller Abdruck, welcher Ocelli oder Wildfleck genannt wird. Eine ausgewachsene Savannah kann eine Größe von bis zu 45 cm und eine Länge von bis zu 120 cm erreichen, damit zählt sie zu einer der größten Katzenrassen der Welt.
Das Ziel der Savannah Zucht ist es möglichst das wilde Aussehen des Serval zu erhalten und mit einem wundervollen, liebevollen Wesen zu verbinden.

Savannah-Katze spielt mit Spielzeugangel

Haltung einer solchen Savannah-Katze als Haustier

Obwohl man ihr die wilde Herkunft ansieht, hat die Savannah ein großes Herz. Sie benötigt jede Menge Bewegung und geistige Herausforderungen. Als reine Wohnungskatze kann die Savannah nicht gehalten werden. Bei den hohen Generationen F1-F4 muss in Deutschland ein gesicherter Freigang zur Verfügung stehen und es gibt eine Meldepflicht! Diesen Generationen ist auch der ungesicherte Freigang verboten, da sie noch über den starken Jagdtrieb des Servals verfügen und heimische Wildbestände geschützt werden sollen. Jede Behörde kontrolliert, ob ein ausreichender Freigang gewährt ist (beispielsweise durch ein Gehege mit beheizbarem Innenraum), um der Savannah eine artgerechte Haltung zu ermöglichen. Ebenfalls sind die Savannah beim Futter anspruchsvoll. Hier sollte nach Möglichkeiten gebarft werden, um die Katze optimal mit Nährstoffen zu versorgen.

Ein Außengehege/ sicherer Ausgang für eine Savannahkatze

Jummah, unsere junge F4 Savannah

Trotzdem hat jede Savannah F-Klasse ihre eigenen Ansprüche an ihre Haltung. F1 oder F2 brauchen unbedingt ein Freigehege. Ab der F3 ist eine Haltung in einer Wohnung mit gesichertem Balkon oder einer Terrasse möglich. Ab der F5 besteht kein Unterschied mehr bei einer Savannah und einer anderen Katze. In den niedrigeren Generationen ist es dann auch möglich mit der Savannahs mit Geschirr und Leine spazieren zu gehen. Für den unkontrollierten Freigang sind Savannah Katzen ungeeignet, da sie doch einen starken Jagdtrieb haben.
Solltet Ihr Kleinnager, Vögel oder Fische zu Hause haben, dann solltet Ihr die Gehege absolut sicher machen um die Tiere vor der Savannah zu schützen. Für diese Tiere solltet Ihr auch unbedingt ein „Savannah Freien“ Bereich schaffen. Mit Hunden und anderen Katzen gibt es hingegen kaum Problemen, wenn es sich um eine der ersten Generationen handelt solltet Ihr Euch aber bitte erst bei dem jeweiligen Züchter informieren, ob die Savanna bereits andere Katzen und Hunde kennt, sonst kann es sein, dass die Savannah auch diese als Beute betrachtet.

In der Ernährung sind die ersten Generationen recht anspruchsvoll. Sie sollten wie in der Natur mit Rohfutter (BARF) und frischer Beute ernährt werden. Hier könnt Ihr am besten Euren Züchter fragen, er kann Euch zeigen wie Ihr sie am besten füttert. Da die Savannah eine doch sehr große Sprungkraft haben und auch sehr aktiv sind, sollten genügend Klettermöglichkeiten vorhanden sein. Diese sollten auch besonders groß und stabil sein.
Wenn Ihr die Savannah als Liebhabertiere haltet sollten sie im 6. bis 8. Lebensmonat kastriert werden, denn sonst steigt das Risiko, dass die Katze ihr Revier markiert.(Man sollte sich immer bewusst sein, dass bei einer Savannah je nach F-Klasse nur wenige Generationen zwischen ihr und der Raubkatze (Serval) liegen, bei einer Rasse oder Hauskatze sind es dagegen ein paar Tausend)

Charakter, Verhalten und Wesen der Rasse

Der Charakter einer Savannah-Katze ist sehr temperamentvoll, aktiv und selbstbewusst. Um einer Savannah gerecht zu werden benötigt sie viel Beschäftigung und Platz. Oft sieht man im Internet wie Savannahs wie ein Hund apportieren, die meisten Savannah Katzen können Hunde ähnlich erzogen werden und haben jede Menge Spaß Kunststücke und Tricks zu lernen. Dadurch geht die Savannah eine enge Bindung zu ihrem Menschen ein, aber auch die beste und engste Bindung zum Menschen kann keinen Artgenossen ersetzen. Daher sollet Ihr eine Savannah ähnlich wie Bengal Katzen nicht alleine halten. Ihr solltet mindestens eine temperamentvolle Zweitkatze haben, damit sich die Savannah nicht langweilt.

Für Wasser haben Savannah Katzen eine Vorliebe. Ob mit den Pfoten im Wasser planschen oder gleich mit unter die Dusche / in die Badewanne hängt von jeder Katze ab.
Savannah Katzen haben oft auch eine leicht andere Sprache als unsere Hauskatzen. Das ist aber in der Regel kein Problem, da es mehr wie eine Art Akzent ist. Manche Savannahs stellen zum Beispiel ihr Fell an Rücken und Schwanz auf wenn sie sich freuen, ähnlich wie der Serval. Die Ohren bleiben dabei normal. Auch Fauchen die ersten beiden Generationen deutlich häufiger, als die andere Katze, das ist aber meist gar nicht böse gemeint, sondern nur ein Zeichen für Aufregung. Auch kann es schnell mal passiert, dass wenn Ihr der Savannah nicht genug Aufmerksam schenkt, sie sich diese mit einem kleinen Liebesbisses holt.

Savannah-Katze der Stufe F4

Krankheitsanfälligkeiten dieser Wildkatze

Die Savannah-Katze ist durch die Einbeziehung des Servals und einem großen Genpool eine sehr gesunde Katzenrasse. Es gibt bisher keine rassetypischen Krankheiten.
Trotzdem gibt es eine Besonderheit bei den Savannahs, es ist sehr wichtig, dass bei der Impfung gegen die standard Katzenkrankheiten ein Totimpfstoff verwendet wird, denn durch den falschen Impfstoff kann die Savannah innerhalb von ein paar Tagen sterben. Ihr solltet Euch auf jeden Fall einen Tierarzt suchen, der bereits Erfahrung mit Savannahs hat. Außerdem sollte vorher mit dem Züchter besprochen werden, welches Präparat die Savannah verträgt.

Ursprungsgeschichte der Savannah Katze

Savannah-Katze F4 Jumah putzt sich

Die Savannah-Katzen ist eine Hybridkatzen. Der Ursprung des Tieres ist die Verpaarung unterschiedlicher Katzenarten, genauer gesagt handelt es sich um einen männlichen afrikanischen Serval und eine weibliche Hauskatze. Die erste Verpaarung der beiden Katzenarten fand zwischen einem männlichen Serval und einer weiblichen Siamkatze im Jahre 1980 statt. Die Nachkommen der beiden Katzenarten sind Hybriden, deren Generation als Filialgeneration bezeichnet wird.
In den 90ern gab es dann auch größer angelegte Zuchtversuche, bei denen meist weibliche Bengal-Katzen, Orientalisch Kurzhaar und auch Ägyptische Mau mit dem männlichen Serval gekreuzt wurden.
Die Zucht der Rasse wird durch die Tatsache dass die Kater der F1-Generation steril sind (meist alle Kater bis einschließlich Generation F4) erschwert, sodass anfangs auch hier noch einmal andere Rassekatzen oder erneut ein Serval eingekreuzt wurden. Mittlerweile ist die Zucht Basis aber ausreichend groß, sodass in der Regel Savannah mit Savannah verpaart werden kann.
Savannah Katzen sind meist in den ersten Generationen wesentlich größer als andere Katzenrassen. Sie können je nach Katze ein Gewicht von mehr als 10 kg erreichen, sind meist hochbeinige, schlanke Katzen und ihre Schulterhöhe kann bis zu 50 cm reichen.
Savannah-Katzen sind intelligent, aufgeschlossen und sehr aktiv. Ihr Fell zeigt dunkle Tupfen auf sandfarbenem oder grünlichem Hintergrund.

Was bedeutet F1, F2, usw. in der Rasse?

Als Filialgeneration 1 (F1) werden die unmittelbaren Nachkommen der Elterngeneration des männlichen Servals und der weiblichen Hauskatze bezeichnet. Die Zahl nach dem F dient dabei als Kennung für den Verwandtschaftsgrad mit dem Serval.
F1 ist die Tochtergeneration mit einem Wildblutanteil von 50 bis 85%,
F2 die Enkelgeneration mit einem Wildblutanteil von 25%.
F3 haben einen Wildblutanteil von 12,5%
F4 haben einen Wildblutanteil von 6,25%
F5 haben einen Wildblutanteil von 3%
Je höher der Wildblutanteil der Savannah Katze ist desto größer und beeindruckender kann die Ähnlichkeit zum Serval sein. Je nach F-Klasse unterscheiden sich die Haltungsbedingungen sehr und können je nach Bundesland entsprechend komplizierter werden. Kater werden in der Regel größer als Kätzinnen der gleichen Generation.
Für die Haltung einer F1 bis F4 gelten behördliche Auflagen. Erkundigt Euch bitte bei Eurem zuständigen Amtsveterinär und der unteren Naturschutzbehörde. Für Savannah Katzen die von außerhalb der EU importiert werden, gelten diese Auflagen für die Generationen F1 bis einschließlich F4.

Über uns

Hallo, wir sind Alena und Mario. Schön, dass ihr auf Kleinstadttiger vorbeischaut!
Kleinstadttiger ist dein online Katzenratgeber, ihr wollt euch über Katzen informieren? Dann seid ihr hier genau richtig! Wir sind beide mit Katzen aufgewachsen und leben zurzeit mit fünf unterschiedlichen Katzen zusammen in Hessen. Die Liebe zu unseren Katzen verbindet uns. Das wichtigste für uns ist, dass es unseren Lieblingen gut geht und an nichts fehlt. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns Täglich mit ihren Wünschen und Bedürfnissen. Irgendwann hatten wir so viele Wissen zusammen, dass in uns der Wunsch aufkam dieses Wissen mit euch zu Teilen und Kleinstadttiger wurde 2018 geboren.
Uns ist es sehr wichtig, dass unsere Texte inhaltlich stimmen und euch viele Tipps und Tricks an die Hand geben, um das Leben von euch und euren Katzen zu bereichern.
Wir hoffen ihr fühlt euch wohl und lernt viele Neue interessante Dinge!

Alles Liebe, Alena und Mario

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